Neues zum Vitamin D: Vitamin D-Status beeinflusst Diagnose nach Krebsbefund | Medizin

Vitamin D-Status beeinflusst Diagnose nach Krebsbefund

Ein guter Vitamin D-Status, gemessen als ausreichende 25-hydroxyvitamin D (25(OH)D)-Konzentrationen im Blut, verbessert den Krankheitsverlauf nach einem Krebsbefund. In einer Meta-Analyse publiziert im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism fassten chinesische Wissenschaftler alle Studien zusammen, die einen Zusammenhang zwischen den 25(OH)D-Konzentrationen im Blut und dem Verlauf beziehungsweise der Krebsausprägung kurz vor oder bei Diagnosebefund untersuchten.

Ergebnisse
Die Wissenschaftler entdeckten 25 geeignete Studien mit insgesamt 17.332 Teilnehmern. Ein guter Vitamin D-Status gemessen als Vergleich zwischen den 25 % am besten Versorgten und den 25 % am schlechtesten Versorgten, zeigte eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit von 37 bis 52 % in Abhängigkeit der Krebsart. Besonders ausgeprägt war die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einer Brustkrebsdiagnose und einem gleichzeitig guten Vitamin D-Status. Jede Erhöhung der 25(OH)D-Konzentration um 10 nmol/l erhöhte die Überlebenswahrscheinlichkeit von Krebspatienten um weitere 4 %.

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Meta-Analyse zeigen, dass Patienten mit einem guten Vitamin D-Status zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose eine bessere Prognose für den weiteren Krankheitsverlauf haben.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen.  (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)