Wirkung von Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft

In einer hochwertigen Analyse wurden alle relevanten Ernährungsstudien zusammengetragen und ausgewertet, die einen Nutzen von marinen Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft untersucht hatten. Bei dieser Analyse handelt es sich um eine Aktualisierung der letztmaligen Untersuchung aus dem Jahr 2006. Es wurden die Daten von 70 hochqualitativen, placebokontrollierten und dem Zufallsprinzip unterliegenden Studien zusammengefasst. Das gesamte Kollektiv bestand aus 19.927 schwangeren Frauen und deren Nachwuchs. 

Ergebnisse
Die Studienlage zur Einnahme von marinen Omega-3-Fettsäuren und der Reduzierung des Risikos für Frühgeburten (<37. Schwangerschaftswoche) und extremen Frühgeburten (<34. Schwangerschaftswoche) war sehr gut und überzeugend. Dies betrifft ebenso die Reduktion des Risikos für ein zu geringes Geburtsgewicht. Des Weiteren konnte ein moderater Effekt bei der Abnahme der Risiken für Präeklampsien, Fehlgeburten oder den Aufenthalt des Neugeborenen auf der Intensivstation festgestellt werden.

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Analyse zeigen einen eindeutigen Nutzen von marinen Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft. Es sind vorerst keine weiteren Studien nötig, um die Bedeutung von marinen Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft zu untersuchen. Wichtiger sei in der Zukunft, den langfristigen Nutzen für Mutter und Kind in Nachuntersuchungen zu prüfen.

Middleton P, Gomersall JC, Gould JF, Shepherd E, Olsen SF, Makrides M.
Omega-3 fatty acid addition during pregnancy.
Cochrane Database Syst Rev. 11/2018

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