Zusammenhang zwischen Vitamin D und Multipler Sklerose | Medizin

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Neurology, stärkt einen möglichen Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Multiplen Sklerose (MS). In der prospektiven Fall-Kontrollstudie FMC (Finnish Maternity Cohort) wurden die Vitamin D-Serumwerte von 800.000 Schwangeren verglichen und auf das Entstehungsrisiko einer MS im weiteren Verlauf untersucht. 1.092 Frauen entwickelten im weiteren Verlauf eine MS. Zum Zeitpunkt der Blutabnahme waren die Frauen gesund.

Ergebnisse:
Frauen mit einem Vitamin D-Spiegel (25-OH D) unter 30 nmol/l hatten im Vergleich zu Frauen mit einem Spiegel von ≥ 50 nmol/l ein um 43 % höheres Risiko, eine MS zu entwickeln. Für Frauen, bei denen eine größere Datengrundlage mit mehr als nur einer Vitamin D-Bestimmung herangezogen werden konnte, war das Risiko sogar doppelt so hoch. Eine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels um 50 nmol/l unabhängig vom Ausgangswert senkte das Risiko um 39 %.

Zusammenfassung: Ein Vitamin D-Mangel ist ein Risikofaktor für die Entstehung von MS.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrsstudie II 2008) In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)

 


Munger KL, Hongell K, Åivo J, Soilu-Hänninen M, Surcel HM, Ascherio A.
25-Hydroxyvitamin D deficiency and risk of MS among women in the Finnish Maternity Cohort.
Neurology 10/2017; 89(15): 1578-1583.

 

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